Regional statt Global

Die UWG-Aachen orientiert sich am Gedanken des Allgemeinwohls. Mehr Miteinander statt Konkurrenz, mehr Toleranz und Offenheit statt Vorurteile und mangelnder Kommunikation.

Modellprojekte für Gemeinwohlökonomie und ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) sowie die Förderung und personelle Unterstützung von Stadtteilbüros fördern die Möglichkeiten für ein gutes Leben aller im Miteinander. Dies gilt insbesondere für einkommensschwache Bürger*innen.

Mit der Förderung alternativer Wirtschaftssysteme möchte die UWG-Aachen Wege aus der vorherrschenden Geldwirtschaft eröffnen.
Konsum um seiner selbst Willen und ewiges Wirtschaftswachstum stehen im direkten Bezug mit der Klimakrise. Hier soll ein langfristig und mühsamer Lernprozess in Gang gesetzt werden: „System Change not Climate Change“ – Verändert das Wirtschaftssystem, nicht das Klima.
Dies wird zwar nicht aus Aachen selbst heraus alleinig zu schaffen sein. Doch mit Pilotprojekten und vielen kleinen Lernprozessen und Ansätzen wollen wir in Aachen unseren Beitrag für ein anderes, klimaneutrales und wirklich nachhaltiges Wirtschaften leisten.

Eine erprobte Möglichkeit zur Entzerrung des globalen Wirtschaftsnetzes mit all seinen Ausbeutungen und dem Naturraubbau ist eine regionale Währung. Diese gestattet einerseits einen neuen Tauschhandel, andererseits gebietet sie mit neuen regionalen Wirtschaftsbeziehungen und Wegen den Perversitäten der Globalisierung Einhalt. Wer tauscht, vermeidet Umweltauswirkungen aus Produktion, Vertrieb und Müll und wird nicht „pervers reich“!

Das Motto „Regional statt Global“ lässt sich auch auf den Bereich Kultur anwenden: Anstatt Kulturetats überwiegend für prestigeträchtige Akquisitionen internationaler Stars und für teure Einzel-Events einzusetzen kann hier eine gezielte Förderung lokaler und regionaler Künstler erfolgen. So kann eine Aachen-typische Kulturscene auch überregionale Bedeutung erlangen.